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Wenn über die Meere unseres Planeten gesprochen wird, dann inzwischen meist unter dem Aspekt der Erderwärmung, sich verändernder Meeresströmungen, Mikroplastik, der Zerstörung der Korallenriffe und maritimer Ökosysteme. Die Autorin Sarah Diehl hat sich auf ganz andere Weise unseren Meeren angenähert: Sie hat eine Liebeserklärung an das Leben im und vor allem tief unten im Wasser geschrieben. In ihrem Buch "Ins tiefe Blau" beschreibt sie unter philosophischen, kulturhistorischen und naturwissenschaftlichen Aspekten ihr Erleben der Meereswelten als Taucherin. Shelly Kupferberg spricht im radio3
Gut 400 Tonnen Müll werden jedes Jahr aus der Spree geholt: Dazu gehören etwa Zigarettenfilter, Glasflaschen, E-Roller. Doch sichtbarer Müll ist nur Teil des Problems. Denn auch Gifte wie Ölreste, Fäkalien und Medikamentenreste belasten den Fluss. Kann Berlin die Spree noch retten? Eine rbb- Reportage, die heute ausgestrahlt wird, beleuchtet die Ursachen der Verschmutzung, auch die fortschreitende Austrocknung – und folgt Menschen, die sich für die Zukunft der Spree einsetzen. Wir sprechen mit der Regisseurin des Filmes Martina Hiller von Gaertringen.
Der öffentliche Diskurs in Deutschland fährt sich oft in Grundsatzdiskussionen fest. Da werden Gegensätze wie "Fleisch gegen vegan" oder "Auto gegen Fahrrad" konstruiert, was dazu führt, dass Menschen Klimaschutz ablehnen, weil sie sich bevormundet fühlen. Der Autor David Nelles hat diesen Mechanismus in seinem Buch "Politikzirkus" beschrieben. Anstelle von Scheindebatten schlägt er vor, konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Wie das gelingen kann, erklärt David Nelles im Klimagespräch auf radio3.
Ausbleibende Regenfälle und hohe Temperaturen haben in vielen Teilen Deutschlands zu niedrigen Flusspegeln geführt. Besonders dramatisch ist die Lage am Rhein, wo am Wochenende historisch niedrige Werte gemessen wurden. Schiffe können weniger laden, was die Wirtschaft in Bedrängnis bringt. Der neue Bundesverkehrsminister Stefan Bilger hat deshalb über eine Vertiefung der Fahrrinnen von Rhein und Donau nachgedacht. Am Donnerstag soll es eine Fachkonferenz in Bonn geben, bei der Experten auch über dieses Thema sprechen. Welche ökologischen Folgen hätte eine Vertiefung der Fahrrinne des Rheins? D
Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen unserer Gegenwart. Jeden Tag scheint es neue Möglichkeiten der KI zu geben, im Alltag, Beruf, in der Kultur, in der Wissenschaft und vor allem in der Wirtschaft. Jede und jeder kann KI mit Alltagsfragen füttern oder sich E-Mails formulieren lassen. Doch um all das leisten zu können, benötigt die Künstliche Intelligenz Rechenzentren, die wiederum sehr viel Energie verbrauchen und Auswirkungen auf ihre jeweiligen Standorte haben. Im radio3 Klimagespräch spricht Susanne Papawassiliu mit Jens Gröger vom Öko-Institut über die Folgen für Klima, Umwe
Die Zahl ist fast unvorstellbar: Im Schnitt werden in Deutschland jedes Jahr ca. 20 Millionen Kleidungsstücke vernichtet. Die meisten, weil sie nicht verkauft oder retourniert worden sind. Retouren gehen oft nicht in den Wiederverkauf, weil der Aufwand zu groß wäre. Der Schaden für Umwelt und Klima ist immens. Am Sonntag (19.07.2026) ist das EU-Vernichtungsverbot für Kleidung in Kraft getreten, das diese Praxis einschränken soll. Die Kleidung soll stattdessen u.a. recycelt oder gespendet werden. Ulrike Jährling spricht im radio3 Klimagespräch mit Patrick Bastian vom Umweltbundesamt über das ne
Es waren furchtbare Nachrichten, als am 14. und 15. Juli vor fünf Jahren die Flut und ihre Folgen im Ahrtal bekannt wurden: 180 Menschen verloren allein in Deutschland ihr Leben, zahllose Häuser wurden zerstört, Tausende verloren ihr Hab und Gut. Die Schäden beliefen sich auf 40 Milliarden Euro. Starkregen und Extremwetterereignisse häufen sich und werden sich laut Prognosen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vervielfachen. Frank Schmid spricht im radio3 Klimagespräch mit Christian Wolter vom Berliner Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei darüber, welche Gefahren durch
Ein 67 Millionen Jahre altes Tyrannosaurus-Rex-Skelett soll heute in New York für bis zu 30 Millionen Dollar versteigert werden. Solche Auktionen erzielen seit Jahren Rekordpreise, doch Paläontologen sehen diese Entwicklung kritisch. Denn wenn Fossilien in Privatsammlungen verschwinden, könnten sie der Wissenschaft dauerhaft verloren gehen. Ist das ein Problem oder gibt es auch Vorteile privater Verkäufe? Darüber sprechen wir mit Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin.
Fast die Hälfte der Fläche Brandenburgs wird landwirtschaftlich genutzt. Zugleich ist Brandenburg eines der trockensten Bundesländer Deutschlands. In Zeiten des Klimawandels und immer heißer werdender Sommer stehen die Landwirtinnen und Landwirte vor großen Herausforderungen. In einer neuen Studie sind nun konkrete Strategien erforscht worden, wie die Landwirtschaft sowohl auch künftig profitabel sein als auch zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann. Shelly Kupferberg spricht im radio3 Klimagespräch mit der Agrarwissenschaftlerin Hannah Jona von Czettritz vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandsc
CO₂ ist das wichtigste menschengemachte Treibhausgas - und einer der Hauptgründe dafür, dass sich die Erde weiter erwärmt. Deshalb wird weltweit nach Wegen gesucht, Kohlendioxid nicht nur zu vermeiden, sondern auch dauerhaft zu speichern. Vor der dänischen Nordseeküste ist jetzt mit "Greensand" eines der bislang größten europäischen Projekte zur CO₂-Einlagerung unter dem Meeresboden gestartet. Aber wie sinnvoll ist diese Technologie wirklich? Welche Chancen bietet sie im Kampf gegen die Klimakrise - und welche Risiken gibt es? Darüber sprechen wir auf radio3 mit der Klimaforscherin Prof. Sabin
Lebensmittel aus Abfall - klingt erst einmal nicht besonders appetitlich. Doch angesichts von Klimawandel, Wasserknappheit und einer wachsenden Weltbevölkerung suchen Forschende nach neuen Wegen, Nahrung herzustellen. Am Thünen-Institut wird deshalb mit Mikroalgen und Pilzen experimentiert, die mit Nährstoffen aus Abfallströmen wachsen können. Darüber sprechen wir im radio3 Klimagespräch mit der Biotechnologin und stellvertretenden Institutsleiterin des Thünen-Instituts für Agrartechnologie in Braunschweig, Anja Kuenz.
Drohnen können bedrohlich wirken, wenn sie wie übergroße Insekten über den Himmel surren, sie werden in Kriegen als Waffen eingesetzt oder zur Überwachung. Doch sie können auch in der zivilen Nutzung zum technischen Fortschritt und zum Gemeinwohl beitragen. Um die Möglichkeiten von Drohnen für die Stadt- und Landbevölkerung zu erforschen, gibt es mehrere Forschungsprojekte an der Technischen Universität Berlin. Wir sprechen mit Tobias Biehle von der TU über Drohnen als möglichen Teil unseres künftigen Alltags.
Selbst besonders widerstandsfähige Korallenarten geraten inzwischen an ihre Belastungsgrenze. Warum sterben die "Regenwälder der Meere" und was bedeutet das für Klima, Küstenschutz und Artenvielfalt? Wir sprechen mit dem Korallenriffforscher Georg Heiß in unserem radio3 Klimagespräch unter anderem darüber, warum Korallenriffe als "Gedächtnis der Ozeane" gelten und welche Warnsignale sie uns heute senden.
Mit dem Buch "Das geheime Leben der Bäume" ist Peter Wohlleben berühmt geworden, wird sogar als "Naturerklärer der Nation" bezeichnet. Es folgten Bücher über das "Seelenleben der Tiere" und "Das geheime Netzwerk der Natur". Mit seinen Büchern und Vorträgen hat er den Blick vieler Menschen auf die Natur erweitert und unbekannte Zusammenhänge ganz neu erklärt. In seinem neuen Buch hat er sich die Bakterien vorgenommen: "Bakterien - Die heimlichen Helden. Wie sie uns Menschen prägen und die Natur". Am 11. Juni wird Peter Wohlleben sein Buch bei der Schönen Lesung im Großen Sendesaal des rbb vorst
Die AMOC-Meeresströmung, ein zentraler Klimafaktor, könnte vor einem möglichen Zusammenbruch stehen. Neue Modelle zeigen, dass die Situation wohl ernster ist als gedacht. Was heißt das genau? Und wie funktioniert eigentlich die AMOC-Meeresströmung? Darüber sprechen wir mit der AMOC-Expertin Levke Caesar vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Angesichts der derzeitigen Kerosin-Knappheit wird nach Alternativen gefragt. Am Helmholtz-Zentrum Berlin wird gemeinsam mit Partnern auch aus Südafrika an synthetischen Flugtreibstoffen geforscht. Kann klimafreundliches Fliegen wirklich funktionieren? Oder bleibt die entscheidende Frage am Ende doch: Wie viel Flugverkehr können wir uns überhaupt noch leisten? Darüber sprechen wir im Radio3-Klimagespräch mit Tobias Sontheimer vom Helmholtz-Zentrum Berlin.
Der Anblick eines riesigen Containerschiffes ist immer wieder beeindruckend. Die größten von ihnen können bis zu 24.000 Container auf einmal über die Weltmeere transportieren. Doch die maritime Industrie hat große Auswirkungen auf das Klima, über die schon seit vielen Jahren diskutiert wird. Als erste Industrie überhaupt hat sich die Schifffahrt nun im letzten Jahr auf einen Plan zur Klimaneutralität bis 2050 geeinigt. Was erst als ein großer Erfolg auf dem Weg zum Klimaschutz gewertet werden konnte, steht nun wieder in Frage, weil sich einige Länder gegen die Beschlüsse gestellt haben. Frank
In Santa Marta in Kolumbien treffen sich in diesen Tagen mehr als 40 Länder zur ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien. Die Klimawissenschaft wird nicht müde zu betonen, wie dringend es ist, die Ursache für die klimaschädlichen Emissionen aus fossilen Energien zu stoppen. In einem Papier haben die Forschenden nun Forderungen dafür zusammengetragen. Janina Schreiber aus der ARD-Klimaredaktion hat mit einem von ihnen gesprochen.
40 Jahre ist es her, dass die Angst vor einem Atomunglück Wirklichkeit wurde: Am 26. April 1986 in Tschernobyl, damals Sowjetunion, heute Ukraine. Große Mengen radioaktiver Stoffe wurden mit Wind und Regen über weite Teile Europas und der Sowejtunion getragen. Bis heute ist nicht klar, wie viele Menschen an den Folgen gestorben sind. Das Unglück von Tschernobyl wird als wichtiger Einschnitt auf dem Weg zur Abkehr von der Atomenergie angesehen. Der Technik- und Umwelthistoriker Frank Uekötter von der Ruhr-Universität Bochum stellt diese und viele andere Annahmen rund um Tschernobyl in Frage. Wi
Seit 2023 ist kein Kernkraftwerk in Deutschland mehr in Betrieb. Der Atomausstieg wurde mit dem Abschalten der Kraftwerke "Isar 2", "Emsland" und "Neckarwestheim 2" beendet. Er wurde nach dem Atom-Unglück von Fukushima im Jahr 2011 von der damaligen Bundesregierung beschlossen. Die Debatte um einen Atomausstieg ist allerdings deutlich älter und hatte auch schon vor der Atom-Katastrophe von Tschernobyl begonnen, die sich in dieser Woche zum 40. Mal jährt. Jetzt wird in Europa und auch in Deutschland von einzelnen Politiker*innen eine Rückkehr zur Atomkraft thematisiert. Im radio3 Klimagespräch
Wir Menschen wollen gesund sein und gesund bleiben. Möglichst lange. Doch das ist nicht möglich, wenn wir nicht gleichzeitig auf die Gesundheit von Tieren und Pflanzen und die Gesundheit unseres Planeten Erde achten. Menschliche Gesundheit, Tiergesundheit und Umwelt und Klima sind so eng miteinander verknüpft, dass 2022 in Greifswald ein neues Helmholtz-Institut gegründet wurde: das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH). Am Mittwoch diskutieren bei einer Veranstaltung des DLR Projektträger in Berlin Forscher und Politikerinnen über den One-Health-Ansatz - unter dem Titel "One World, One Hea
Elternschaft stand noch nie unter einem solchen Rechtfertigungsdruck wie heute. Sollten Menschen in diesen Zeiten noch Kinder in die Welt setzen? Unter welchen Bedingungen dürfen wir unseren Kindern eine Welt zumuten, in der ganze Länder im Meer versinken? Diese Fragen verhandelt Marisa Becker in ihrem Buch "Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise". In unserem radio3 Klimagespräch sprechen wir heute mit der Autorin und Nachhaltigkeitsexpertin Marisa Becker.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist nicht nur dafür da, das Wetter für die Osterwoche vorherzusagen - er forscht und analysiert die Wetter- und Klimadaten für die Bedürfnisse aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche in Deutschland. Heute hat der DWD in einer Pressekonferenz sowohl seine Wetter- und Klimabilanz für 2025 vorgestellt, als auch seine Prognosen für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland. Susanne Papawassiliu spricht im radio3-Klimagespräch mit dem DWD-Meteorologen Tobias Fuchs über die Ergebnisse.
PFAS - das steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen: Für die einen sind das Wunderchemikalien mit ganz besonderen Eigenschaften - PFAS-Chemikalien finden sich etwa in Putzschwämmen, Regenjacken, in Pfannenbeschichtung, Verpackungen, Zahnseide und Imprägnierspray. Für andere tragen PFAS den Beinamen "Ewigkeitschemikalien" oder gar "Jahrhundertgift". Ein Gift, das man nicht riechen und nicht schmecken kann, das verdächtigt wird, Krebs zu erregen, unfruchtbar zu machen und das Immunsystem zu schwächen. Gerade ist in deutscher Übersetzung die wie ein Krimi erzählte langjährige Investigati
Ein Flugticket buchen und gegen das schlechte Umweltgewissen direkt CO2-Zertifikate kaufen - das ist heute problemlos möglich. Genauso können große Unternehmen ihre CO2-Bilanz durch Zertifikate verbessern, mit denen dann an anderen Orten der Welt Klimaschutzmaßnahmen erfolgen können. Die einen kritisieren diese Methode als "Greenwashing", andere sehen darin eine Möglichkeit, wirtschaftlich Klimaschutz zu betreiben. Inzwischen gibt es auch in Brandenburg erste Projekte, um hier den klimaresistenten Waldumbau mit Hilfe vom Verkauf von Zertifikaten zu finanzieren. Im radio3 Klimagespräch spricht