
Heute heilig
Die Heiligen der Kirche, jeden Tag neu erzählt.
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Freiheit kann selbst dort sichtbar werden, wo ein Mensch fast jeder Selbstbestimmung beraubt ist. Maximilian Kolbes Entscheidung in Auschwitz wuchs aus einem Leben des Gebets, der Medienarbeit und des konkreten Dienens. Seine Biografie bleibt dabei nicht widerspruchsfrei: Kolbe übernahm vereinzelt antijüdische Verschwörungsbilder, half später jedoch auch jüdischen Flüchtlingen. Zeugenaussagen erinnern zudem an seinen seelsorglichen Beistand im Lager. Sein freiwilliger Gang in den Hungerbunker fragt, wo Menschen auf Nummern, Herkunft oder Fehler reduziert werden – und was es heute heißen kann,
Recht zu haben genügt nicht, wenn ein Mensch dabei verlorengegeben wird. Wahrheit soll das Gewissen bilden und zu einem verantwortlichen nächsten Schritt befähigen. Alfons Maria von Liguori verließ seine erfolgreiche juristische Laufbahn und wandte sich armen und vernachlässigten Menschen zu. Als Priester, Ordensgründer und Moraltheologe suchte er einen Weg zwischen lähmender Strenge und Beliebigkeit. Seine Frage bleibt: Können wir klar widersprechen, ohne zu beschämen? Quellen: https://namenstage.katholisch.de/namenstage.php?day=1&month=8 Hinweis: Biografische Quellen sind private Produktions
Eine schwere Verwundung nahm Ignatius die Zukunft, die er mit Ansehen und militärischer Bewährung verbunden hatte. Während der langen Genesung bemerkte er, dass manche Vorstellungen nur kurz begeisterten, während andere eine tragfähigere Freude hinterließen. Aus dieser Aufmerksamkeit wuchsen die Geistlichen Übungen, aber auch die Bereitschaft, Pläne aufzugeben, zu studieren und sich korrigieren zu lassen. Seine Geschichte fragt: Welche Wünsche führen auf Dauer zu mehr Freiheit, Wahrheit und Verantwortung? Quellen: https://www.vaticannews.va/en/saints/07/31.html Hinweis: Biografische Quellen si
Eine starke Stimme muss sich nicht selbst ins Zentrum stellen. Petrus Chrysologus predigte im fünften Jahrhundert in Ravenna mit knappen Bildern und klaren Sätzen, damit christliche Lehre Menschen erreichen konnte. Auch im Streit um Eutyches beanspruchte er nicht das letzte Wort, sondern verwies auf Leo den Großen. Seine Haltung prüft den eigenen Sprachgebrauch: Dienen meine Worte der Wahrheit und dem Menschen vor mir oder vor allem meiner Wirkung? Quellen: https://www.vaticannews.va/en/saints/07/30.html Hinweis: Biografische Quellen sind private Produktionsgrundlage; die Folge paraphrasiert u
Fürsorge kann den Blick auf den Menschen verlieren, wenn nur noch Aufgaben zählen. Im Haus von Betanien dienen, hören, klagen und empfangen Marta, Maria und Lazarus auf unterschiedliche Weise. Keine dieser Haltungen bildet Freundschaft allein vollständig ab. Die Evangelien zeigen Überforderung, Trauer und Vertrauen, aber auch eine Beziehung, die bestehen bleibt. Daraus wächst eine ehrliche Frage: Sehen wir noch den Menschen hinter seiner Aufgabe – und können wir selbst Hilfe annehmen, wenn eigenes Handeln nicht möglich ist? Quellen: https://namenstage.katholisch.de/namenstage.php?day=29&month=