Der dritte Roman um Kothar, den Schwertkrieger. Anton ist weiterhin ein Fan, Thomas leicht verwirrt von den vielen Eigennamen und dem eigentlich gar nicht so komplexen Plot: Kothar soll für Königin Candara die lebensverlängernde Maschine Xixthur stehlen, die Tor Domnus ihr gestohlen hat; im Hintergrund lenkt Zauberer Mindos Omthol das Geschehen, um so selber in den Besitz Xixthurs zu kommen. Dämonen assistieren.
Mindestens die Hälfte der sechs phantastischen Geschichten in diesem Band sind unerwartet und treffen nicht in gleichem Maße den Geschmack von Anton wie von Thomas. Es geht um eine, mit Verlaub, läufige Werwölfin, die drei Brüder Adams (davon mindestens zwei überflüssig), ein Wohnzimmerdrama und ein tödliches Schachspiel. Man findet bei der letzten Geschichte wieder zueinander: Stecken wir nicht alle unsere Brille beim Baden in einen Schuh?
Prinzessin der Haie: Fast ein richtiges Buch, findet Thomas mäkelig, auf jeden Fall einer der guten und interessanten Bände der Reihe. Thomas Burnett Swann lässt in der Karibik einen Delphin erzählen und viel Wordsworth und Browning zitieren - aber wieso nie Coleridge?
Anton und Thomas lesen zwei Abenteuer von Kothar, dem Schwertkrieger. Die Meinungen gehen ein wenig auseinander: Das magische Wort "Horthidol" erscheint dem einen etwas weit hergeholt, dem anderen konsequent hergeleitet. Am Ende einigt man sich. Und letztlich sind die Geschichten auf die eine oder andere Art auf jeden Fall interessant.
Sieben launige Geschichten aus dem launigen Magazin Unknown, die vielleicht ein wenig aus der Zeit gefallen sind. Existentielle Not spürt man vielleicht in einer Geschichte, ansonsten leidet man weniger mit als das man mehr oder weniger amüsiert zuschaut.
Ein Gott schickt einen Helden auf eine allegorische Reise, weil dieser, unschuldig verurteilt, so seine gemordete Geliebte - vielleicht - wieder zum Leben erwecken kann. Das führt zu einer etwas zusammengestückelten Handlung, vage an Tarotkarten orientiert. Anton fand das Ende zu beliebig, Thomas lässt es ratlos zurück, aber dennoch hält er eine Szene für genial.
Geburt eines Serienhelden: Drei Geschichten um Kothar, einen späten Conan-Nachfolger aus dem Jahr 1969. Man erkennt ihn leicht wieder an seinem Pferd (Grauling), seinem magischen Schwert (Frostfeuer), und seiner Erzfeindin (die rote Lori).
Terra Fantasy 63: Gefangen im Jenseits
Anton und Thomas lesen den vorerst letzten Band aus der Serie MAGIRA um eine zauberische Brettspielwelt, in die es einen der Spieler verschlagen hat. Vorerst deshalb, weil Hugh Walker in den Jahren nach Terra Fantasy die bisherigen Bände überarbeitet und um zwei weitere, abschließende ergänzt hat. (Aufgenommen schon im Jahr 2022.)
Anton ist arg enttäuscht von Merlin, der hier mehr an seinem Käsebrot interessiert ist als an der Hauptsache: Ein finsterer Dämon will menschlich werden und hat dabei wirklich eine ganze Menge zu büßen.
Anton und Thomas verbringen am meisten Zeit mit einer Geschichte von Fritz Leiber, solide wie immer, in der ein Eisberg-Schiff voller Monster die Helden verfolgt; daraufhin folgen eine etwas maue Geschichte von Lin Carter; und die jetzt nun wirklich absolut letzte Geschichte um Brak, den Barbaren von John Jakes.
Fünf heitere Geschichten von L. Sprague de Camp um magische Gestalten, die mit der modernen Welt konfrontiert werden und sich damit mehr oder weniger arrangieren: Eine Meerjungfrau, Geister, indianische Kobolde, zauberkräftige Yogis und eine Dryade. Das ist dann am Anfang zu launig, wird aber immer interessanter.
Anton und Thomas lesen Moorcocks Ende der Chroniken von Burg Brass, den Schlussstein der Geschichten um den Ewigen Helden, mit Corum, Elric, Dorian Hawkmoon und vielen anderen - und sind unterwältigt von der Kosmizität der ganzen Sache.
Terra Fantasy 57: Der Feuervogel
Anton und Thomas lesen ein Gedicht und fünf Geschichten von Robert E. Howard, in denen es um Erinnerungen an frühere Leben geht, als Ase, amerikanischer Ureinwohner, Kelte, aber jeweils mit Schwert oder Axt.
Anton und Thomas lesen drei Geschichten von Andre Norton, Avram Davidson und L. Sprague de Camp - mit geheimnisvoller Spinnenseide, einer stilistisch angreifbaren Karawane, und einem Heldenpaar, dass die Fantasy-Zeit hinter sich lässt.
Band 2 der zweiten Runde von Michael Moorcocks Runenstab-Geschichte: Anton und Thomas tun sich schwer mit dem Enthusiasmus. Immerhin, eine überraschende Wendung in der Mitte.
L. Sprague de Camp schreibt eine Parabel auf die aristotelische Logik und versetzt einen New Yorker in eine Welt, in der es nur Ja oder Nein gibt. Ein mutiges Unterfangen, das dann aber zu kurz springt, finden Anton und Thomas.
Michael Moorcock tat es wohl leid um die vorschnell gestorbenen Helden am Ende seiner ersten Runenstab-Bände. Also werden sie hier wiedererweckt. Das ist in Ansätzen originell, aber die Ausführung lässt Anton und Thomas leider kalt.
Anton und Thomas lesen Robert E. Howard, dennoch sind sie von den diesmal eher historischen Geschichten aus Babylon, dem alten Irland, dem ausgehenden Mittelalter nicht unbedingt gefesselt. Mit einem Exkurs zum Weltbild frühgeschichtlicher Kulturen.
Anton und Thomas lesen einen Marsroman von Leigh Brackett (1949), der dann doch hauptsächlich vor einer Million Jahren spielt, und das irritiert etwas. Flash Gordon sieht sehr nach einem Vorbild aus.
Thomas und Anton lesen einen in dieser deutschen Ausgabe auf zwei Bände aufgeteilten Roman von Abraham Merritt aus dem Jahr 1932. Darin erfahren sie von den Uiguren, die zu den Vorfahren der Wikinger gehören, deren letzte in einem fernabgeschiedenen dschungelhaften Tal in Alaska leben. Zusammen mit einem Tentaktelmonster und kleinen Elfen. Ach ja, und die Tonqualität ist leider auch nicht gut diesmal, Entschuldigung, nächstes Mal machen wir das anders!
Anton und Thomas haben die Faxen dick: Um uns wenigstens halbwegs merken zu können, was in dieser Serie geschieht, überspringen wir ein paar Bände (die wir später nachholen), um gleich nach Band 6 den Band 7 der Magira-Reihe zu besprechen. Der ist zwar ein wenig besser als der Vorgänger, aber dennoch geht es merkwürdig viel um den Heiligen Gral und Brettspiele und Titelbilder und gar nicht so sehr um die Abenteuer von Frankari und Thorich zu Beginn des Ewigen Spiels. Aber immerhin, es beginnt endlich!
Anton und Thomas tun sich schwer mit Band 6 der Magira-Reihe: Horror statt Fantasy ist ja okay, aber es zieht sich. Sprachlich gibt es gemischte Eindrücke, einen Hauch Omen und Rosemarys Baby im Fantasykostüm, und die Ankündigung gewaltiger Ereignisse.
Eine Anthologie mit sieben Erzählungen, weshalb diese Folge auch etwas länger ist. Aber lauter große Namen: Lovecraft, Dunsany, Cabell, Carter, Vance, Merritt, Smith, Kuttner!